E r z i e h u n g
Zusammenfassung nach dem Seminar von Dr. Pfeiffer über Erziehung 7-8.Nov. 2008

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Erziehung sind:


Neurophysiologische Erziehung
Mit Gehorchen; Ohr- Hören- Verstand erzeugt eine Unselbständigkeit.
Mit Führen; Folgen- Fühlen- Sinneswahrnehmung erzeugt eine Selbständigkeit.

Das primärste Erziehungsmodell ist das Stillen, denn es spricht alle Sinne an und erfüllt alle primären Bedürfnisse, die das Kind äussern kann.

Gehalten werden bedeutet Schutz.
Schmecken und Riechen bedeutet Nahrung(Hunger wird gestillt).
Sehen, Hören bedeutet, nimmt an der Welt teil.

Eher Gebote als Verbote, auf das kindliche "ich will".
Nein: Verbot- Endpunkt der Gegenwart, negative Gefühle- bedeutet Blockierung- macht unfrei- bedeutet auch erstmal eine Ablehnung- Verstimmung.
Ja: Angebot- Beginn in der Gegenwart- pos. Gefühl für die Zukunft.
Anstatt verbale eher perzeptive Kommunikation:
Verbal- Verstand(richtiges Verstehen im Zusammenhang ist erst ab dem 14. LJ möglich)
Perzeptiv- Sinneswahrnehmung- Nachahmung

Reifung ist ein sensomotorischer Vorgang als Voraussetzung für alle Bereiche (körperlich, psychisch, geistig, sozial, spirituell)dazu ist Hilfe und Schutz notwendig.

Frustration ist ein notwendiges Erleben.

Jedes menschliche Verhalten, insbesondere das Verhalten des Kindes hat ein Ziel; es geht darum, das Kind zu verstehen, warum es das macht.

Keine Diskussionen mit Kindern! Eltern machen vor, wo es lang geht. Führen, Grenzen setzen ist absolut notwendig. Mit Diskussionen überfordern Sie Ihre Kinder, als ob sie wüssten, was für sie gut und schlecht ist, oft überlassen Sie die Entscheidung Ihren Kindern aus eigener Schwäche!

Eltern und Kindern können nie auf der gleichen Höhe stehen.
Eltern sind Autoritätspersonen mit Verantwortung.

Seien Sie immer ehrlich mit allem, keine Geheimnisse - Liebe zu einen Kind bedeutet Respekt, Schutz, Zuwendung, Verständnis und Ehrlichkeit usw, wenn Eltern es vorleben, bekommen sie auch den nötigen Respekt und Ehrlichkeit zurück.

Eltern sein mit Führen, Dienen ist auch Arbeit, also Mutter oder Eltern brauchen auch Pause, Ruhe-Zeit, das sollte von Kindern respektiert werden.




Buch Empfehlung: Rudolf Dreikurs "Kinder fordern uns heraus"

Die Prinzipien der Erziehung von Kindern aus dem Buch von Rudolf Dreikurs

  1. Das Kind ermutigen. "Ein unartiges Kind ist immer ein entmutigtes Kind".
    Das kleine Kind sieht die Erwachsenen als außerordentlich groß und fähig an. Nur der dem Kind eigene Mut hält es davon zurück, angesichts dieser Eindrücke völlig zu kapitulieren.
  2. Bestrafung(Liebesentzug) und Belohnung vermeiden.
  3. Natürliche und logische Konsequenzen anwenden. z.B. wenn ein Kind nicht isst und trödelt, den Tisch abräumen und bis zur nächsten Mahlzeit gibts kein Essen, also Hungergefühl erleben lassen als natürliche Folge. Aber wenn man sagt "wenn Du jetzt nicht isst, wirst du hungern" ist das eher eine Drohung, fast eine Bestrafung.
  4. Fest sein, ohne zu beherrschen(Festigkeit bietet Grenzen, ohne die Kinder sich nicht wohl fühlen).
  5. Das Kind achten(gegenseitige Achtung ist die Grundlage demokratischen Lebens).
  6. Die Ordnung achten(ohne Ordnung ist Freiheit nicht möglich).
  7. Die Rechte Anderer und die eigenen achten(zwischen Gleichwertigen hat jeder dieselben Rechte. Gleichwertigkeit heißt nicht Gleichheit, es heißt vielmehr alle ohne Rücksicht auf ihre persönlichen Unterschiede und Fähigkeiten haben denselben Anspruch auf Achtung und menschliche Würde ).
  8. Auf Kritik verzichten und Fehler verkleinern.
  9. Den Tagesablauf regeln.
  10. Sich Zeit nehmen.
  11. Mitarbeit gewinnen.
  12. Keine ungebührliche Aufmerksamkeit geben.
  13. Sich nicht auf einen Machtkampf einlassen.
  14. Sich vom Streit zurückziehen, dem Kind den Wind aus dem Segel nehmen.
  15. Handeln, nicht reden. Wenn ein Kind nach erstmaliger Aufforderung nicht folgt, ist das Kind nicht in der Lage es zu tun, aus welchem Grunde auch immer, also akzeptieren- nicht wiederholt auffordern- vormachen(Mutter macht es vor); z. B. aufstehen und das weglaufende Kind holen oder die Sachen zurücklegen und das Kind auf den Schoss nehmen, zusammen Zähne putzen, hingehen und es zeigen usw.
  16. Keine Fliegen verscheuchen.
  17. Nicht immer gefällig sein - den Mut haben zum Nein.
  18. Machen Sie ruhig mal eine Ausnahme und tun etwas Unerwartetes!
  19. Nicht zu sehr beschützen.
  20. Die Unabhängigkeit fördern.
  21. Sich nicht in einen Streit verwickeln lassen.
  22. Sich von der Furchtsamkeit der Kinder nicht überwältigen lassen.
  23. Vor der eigenen Türe kehren.
  24. Sein Mitleid nicht präsentieren.
  25. Nur sparsam und vernünftig fördern. Warten bis die Kinder es von selbst wollen(sei es lernen, schwimmen, Musik lernen usw). Geduld haben und beobachten wie das Kind ist, welche Fähigkeiten das Kind hat und was das Kind will.
  26. Konsequent sein.
  27. Alle in das gleiche Boot setzen.
  28. Dem Kind zuhören.
  29. Auf den Ton unserer Stimme achten.
  30. Nimm es nicht zu schwer!
  31. Kein Aufhebens von "schlechten" Angewohnheiten machen.
  32. Zusammen vergnügt sein.
  33. Mit den Kindern, nicht zu ihnen reden. *Zu* unseren Kindern reden bedeutet, ihnen zu sagen, wie wir die Dinge getan haben wollen. Es drückt eine Forderung nach Gehorsam aus und verlangt den Nachvollzug unseres eigenen Denkens. *Mit* unseren Kindern reden heißt, zusammen nach Lösungen suchen, was getan werden kann, um ein Problem zu meistern oder eine Situation zu verbessern. Kinder haben dabei einen schöpferischen Anteil am Entstehen von Familienharmonie und erkennen ihren Beitrag für das Ganze.
  34. Einen Familienrat bilden.
© by Song-He Kim • dao@kimsonghe.de